Erhelltes Erbgut

US-Forscher von der Universität Albany haben eine Möglichkeit entwickelt, RNA mit Fuoreszenz-Farbstoffen zu markieren, ohne für Zellen giftige Substanzen zu verwenden. Im Fachblatt Chemical Communications berichtet das Team, dass einer der RNA-Bausteine mit einem trans-Cycloocten verändert wurde. Dieser Baustein wurde anschliessend in einen RNA-Strang eingebaut und diente dem danach zugegebenen Farbstoffmolekül als Ankerpunkt.

2015-03-06
Quelle: Asare-Okai et al., Chem. Commun., 2014, (50), 7844

Wenn das Erbgut der DNA vom Körper ausgelesen wird, wird die jeweilige Information in RNA-Moleküle übersetzt. Diese RNA überträgt die Erbinformation und steuert damit viele wichtige Prozesse in den Körperzellen. Um die Funktionweise der RNA besser untersuchen zu können, benutzen Forscher fluoreszierende Farbstoffe, die chemisch an die RNA-Moleküle gebunden werden. Dies gelang bisher nur durch den Einsatz von Kupfer-Ionen, die Zellgifte sind.

Die Chemiker um Prof. Maksim Royzen berichten, dass es damit möglich ist, solche Farbstoff-Markierungen auch an RNA in lebenden Systmen zu verwenden.

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