Ab und An in der Zelle: Pyrophosphate könnten Signalwege steuern

Wenn in Körperzellen Proteine erzeugt werden, greift der Organismus auf 20 verschiedene Aminosäuren zurück. Diese werden wie Perlen auf einer Kette aneinander gereiht. Manchmal reicht das aber nicht aus, und es müssen noch nachträgliche Veränderungen vorgenommen werden. Eine besondere Rolle für das Überleben der Zelle spielt dabei das gezielte Anbringen von Pyrophosphaten. Viel ist darüber bisher jedoch nicht bekannt, denn es ist schwer im Labor an ausreichende Mengen dieser Proteine zu gelangen.

mcontent
Quelle: Yates und Fiedler, ChemBioChem, 2015, (16:3), 415

Ein amerikanisches Forscherteam hat nun einen Weg gefunden, kleinere Abschnitte dieser Proteine herzustellen. Dies berichtet das Team um Prof. Dorothea Fiedler von der Princeton University in der Fachzeitschrift ChemBioChem. Die Wissenschaftler stellten ingesamt neun verschiedene Peptide her, die Motiven aus der Natur nachempfunden wurden. Die Forscher fanden heraus, dass die nachträgliche Veränderung mit Pyrophosphaten umkehrbar ist und somit als ein Signalmechanismus in der Zelle dienen kann.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen