Tomografie: Wieviel Kontrastmittel ist wirklich im Gewebe?

Wer bei einer ärztlichen Untersuchung „in die Röhre“ eines Kernspin-Tomografen muss, bekommt vorher oft noch ein Kontrastmittel injiziert. Das erleichtert den Ärzten die spätere Auswertung der Bilder des Körper-Inneren und sorgt dafür, dass Krankheiten leichter erkennbar sind. Aber auch wenn die Kontrastmittel in den Aufnahmen besonders gut zu erkennen sind: doppelter Kontrast heißt nicht, dass doppelt so viel Substanz vor Ort ist.

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Quelle: Aichler et al., Angew. Chem., 2015, (127:14), 4353

Einen Zusammenhang zwischen der Intensität im Bild und der tatsächlichen Kontrastmittelmenge herzustellen, das ist nun einer Gruppe von Medizinern des Helmholtz-Zentrums München, der Technischen Universität München und des Universitätskrankenhauses Ulm gelungen. In der Fachzeitschrift Angewandte Chemie berichten die Forscher, dass sie mit Hilfe der Massenspektrometrie die Menge des Kontrastmittels im Körper von Mäusen bestimmen konnten.

Die Wissenschaftler um Prof. Axel Walch versprechen sich von diesen Ergebnissen neue Möglichkeiten zur Analyse von Gewebeproben.

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