Chemisches Origami mit Käfigen aus DNA

Die DNA ist nicht „nur“ der Datenspeicher unseres Erbgutes. Die Doppelhelix, die sie bekannt gemacht hat, kann noch mehr: Weil sie wie ein Stäbchen geformt und sehr stabil ist, kann man aus ihr verschiedene Strukturen bauen, wie mit einem Modellbaukasten. Besonders interessant für die Forschung sind Käfige, weil man in ihnen andere Teilchen einkapseln und transportieren kann.

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Quelle: Li et al., Angew. Chem. 2015, (127:20), 6088

Eine Gruppe von Chemikern aus der Purdue University in Indiana (USA) konnte nun bislang unzugängliche Formen solcher Käfige herstellen. Sie starteten mit einem in sich verschachtelten Käfig aus dreieckigen Seitenflächen. Als die Forscher einen neuen DNA-Strang dazu gaben, veränderte sich der Käfig zu einem Würfel mit vier abgeflachten Ecken. Als ein anderer DNA-Strang dazu gegeben wurde, entstand ein vollständiger Würfel. Wurden diese DNA-Stränge wieder entfernt, nahm der Käfig seine ursprüngliche Form an. Das Team um Prof. Chengde Mao konnte so nach Belieben zwischen allen drei Formen des Nanokäfiges hin- und herschalten, wie sie im Fachjournal Angewandte Chemie berichten.

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