Von wegen „Süßes Blut“ – Was Mücken wirklich wollen!

Bild: Jim Gathany [Public domain] / Wikimedia Commons

Jeder kennt es: Man sitzt abends im Freien beieinander und irgendwann werden die ersten Personen von Mücken attackiert. Und während die Einen von den Plagegeistern schier zerstochen werden, bleiben andere verschont. Was zieht Mücken so magisch an?

Du riechst so gut: Atem, Schweiß und Stinkefüße

Mücken sind Spezialisten darin, ihre Beute zu finden und anzugreifen. Sie riechen das Kohlenstoffdioxid im Atem ihrer Opfer aus einigen Dutzend Metern Entfernung; wenn sie aber ihr Ziel erreicht haben, fliegen sie aber nicht ins Gesicht, sondern zu den Füßen, die sie (wenig überraschend) ebenfalls riechen. Der Grund dafür, dass manche Menschen von Mücken bevorzugt werden, liegt also zum Einen im Geruch der Haut. Der beinhaltet aber nicht nur den Schweiß, sondern auch die Blutgruppe des Opfers!

Wissenschaftler fanden heraus, dass Mücken tendenziell die Blutgruppe 0 bevorzugen. Diese erkennen die Insekten sie an bestimmten Zuckermolekülen, die sich auf der Haut des Blutgruppenträgers befinden. Die Mär vom „süßen Blut“ ist damit zwar widerlegt, aber so falsch ist die Vermutung nicht, dass die Mücken es auf süße Moleküle abgesehen haben.

Ätherische Öle helfen wenig

Riecht gut, aber wehrt keine Mücken ab: Geraniol, das nicht nur in Geranien und Zitronenmelisse vorkommt, ist ein begehrter Duftstoff der Parfumindustrie
Riecht gut, aber wehrt keine Mücken ab: Geraniol, das nicht nur in Geranien und Zitronenmelisse vorkommt, ist ein beliebter Duftstoff für Parfums.

Der feine Geruchssinn der Mücken ist der Grund, aus dem Abwehrmittel so stark riechen. Wer hier Chemie vermeiden möchte, für den habe ich schlechte Nachrichten: Die „natürlichen“ ätherischen Öle zählen erstens zur chemischen Substanzklasse der Monoterpene und zweitens wirken sie so gut wie gar nicht.

Die Stiftung Warentest fand heraus, dass Mückensprays mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) am besten die Plagegeister vertreiben. Dieser Stoff ist zwar leider auch sehr unangenehm für menschliche Atemwege, aber er bietet für mehrere Stunden Schutz – vor Allem wenn man zu den beliebteren Opfern der Stechmücken zählt.

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