Chemie im Alltag

Essen mit Chemie, Folge E-150: Zuckerkulör

Wenn ein Lebensmittel appetitlicher aussehen soll, helfen Lebensmittelfarben schnell und einfach nach. Zuckerkulör ist besonders beliebt weil es einen „nachdunkelnden“ Effekt hat. So sehen Cola, Bier, Bratensauce, Whisky, Süßigkeiten oder auch Brot besonders appetitlich aus – ohne dass man zusätzlich Zeit mit dem Rösten verschwenden müsste. [Weiterlesen]

Neues aus der Forschung

Empfängnisverhütung wird Männersache

Neben der Antibabypille gibt es über ein Dutzend verschiedener Verhütungsmethoden, von denen aber nur zwei den Mann betreffen: Kondome und Sterilisation. Dadurch sehen viele die Empfängnisverhütung als „Frauensache“ an, zumal es in der Regel auch nicht die Männer sind, die schwanger werden. Die Wissenschaft arbeitet seit vielen Jahren unter Hochdruck daran, das endlich zu ändern und viele Männer warten ungeduldig auf die Ergebnisse. Die ersten dieser neuen Verhütungsmethoden für Männer werden bereits getestet und kommen in den nächsten Jahren auf den Markt. [Weiterlesen]

Chemie ist…

Chemie ist… Struktur!

Bei der Beschreibung von Substanzen stoßen Chemiker immer wieder auf ein und das selbe Problem: Moleküle sind räumliche, dreidimensionale Strukturen, die oft auch noch in verschiedenen Formen existieren können. Um eine (räumliche) chemische Struktur auf (flachem) Papier wiederzugeben, muss man zwangsläufig Informationen weglassen, oder eben so „codieren“, dass ein anderer sie richtig versteht. Es gibt verschiedene Arten von chemischen Formeln und alle haben bestimmte Einsatzgebiete. Hier sind die wichtigsten erklärt: [Weiterlesen]

Kommentar

Vanillepudding ist nicht mutagen

Der Mythos, dass künstlich hergestelltes Vanille-Aroma „mutagen, krebserregend, DNS-Schäden verursachend und Chromosomen verändernd“ wäre, hält sich hartnäckig seit den 1980er Jahren und hat es 2015 sogar in das Lehrbuch Technische Biochemie von Oliver Kayser und Nils Averesch geschafft. Ist Vanillepudding also tatsächlich ein Mutagen der höchsten Gefährdungsstufe? Professor Klaus Roth ist einem Artikel in der Chemie in unserer Zeit dieser Frage auf die Spur gegangen und bemerkte neben unrealistischen Tests und veralteten Ergebnissen, dass auch Wissenschaftler nicht vor dem Phänomen des Kinderspiels „Stille Post“ gefeit sind. [Weiterlesen]

Centerfold

Laborgerät des Monats: Die Pipette

Chemiker müssen oft Flüssigkeiten dosieren, und manchmal kommt es dabei auf höchste Präzision an. Zum Beispiel, wenn eine Lösung hergestellt oder verdünnt werden soll. Pipetten erlauben genau das und zwar im Extremfall so akkurat, dass man einen Zehntel Mikroliter (0,0001 mL) exakt dosieren kann. Dazu genügt es aber nicht, einfach nur teure Präzisionsgeräte zur Verfügung zu haben – man muss sie auch richtig benutzen können. Gerade das genaue Arbeiten mit Pipetten ist fast eine Kunstform und muss vorher für jeden Pipettentyp geübt werden. Deshalb stelle ich heute diese zeitlosen Klassiker unter den Volumenmessgeräten vor. [Weiterlesen]

Chemie im Alltag

Deutschlands stiller Umweltskandal

Die FAZ berichtete in den vergangenen Tagen über den flächenmäßig größten Umweltskandal Deutschlands, der sich seit drei Jahren in Mittelbaden ereignet. Offenbar wurde in der Region kostenloser Kompost verteilt, der mit polyfluorierten Kohlenwasserstoffen (PFCs) verseucht war. Die Chemikalien belasten den Boden und sind inzwischen auch im Trinkwasser angekommen. Die Behörden sitzen die Krise aus und wollen frühestens 2021 reagieren. Eine Zusammenfassung. [Weiterlesen]