Chemie ist… Arbeit! [Gastbeitrag]

Quereinstieg
Bild: Chemie-Azubi.de

Ja, Chemie ist Arbeit. Das ist eine Information mit Nullwert, denkt sich nun bestimmt die Leserschaft. Ich sollte erklären, was gemeint ist: Chemie ist Arbeitgeber. Warum landet das Thema auf dem Chemischen Reporter? Weil viele, die Chemie faszinierend finden, die Frage hören: „Und was willst du später damit machen?“ Hier kommt eine Antwort.

Drei Keyfacts zum Thema Arbeiten in der Chemie

#1 Großes Angebot an Berufen: Es gibt ca. 1.000 Ausbildungsbetriebe in der Chemiebranche. Zur Chemiebranche zählen Unternehmen der chemischen, pharmazeutischen und Kunststoff verarbeitenden Industrie. Darunter sind kleine und mittelständische Betriebe ebenso wie große Unternehmen. Sie bieten mehr als 50 Ausbildungsberufe an. Hinzu kommen zahlreiche Einstiegschancen für Akademiker.

Zurzeit gibt es rund 28.000 Auszubildende und dual Studierende in der Branche. Das Angebot beschränkt sich nicht auf MINT-Berufe: nicht nur Asse in Chemie können in diesem Wirtschaftszweig arbeiten (dazu später mehr). Mehr über Einstiegsgehälter, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Berufsanforderungen steht auf Elementare Vielfalt, wo auch Stellenangebote gesammelt werden.

#2 Gutes Einkommen und Arbeitsplatzsicherheit: Das Durchschnittsgehalt gehört zu den höchsten in Deutschland: Die Löhne liegen um knapp 25 Prozent über dem Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes. Als Azubi verdient man im Ausbildungstarif im Schnitt 984 Euro im Monat (Stand: November 2016).

Die Branche gilt als wirtschaftlich stark – sie ist die drittgrößte in Deutschland. Und sie gilt als Schüsselindustrie, weil ihre Produkte in fast allen Bereichen des modernen Lebens stecken. Außerdem wird ein Großteil der Erzeugnisse exportiert. Zahlreiche Betriebe haben Standorte auf dem Globus verteilt. Das macht das Arbeitsumfeld spannend und abwechslungsreich.

#3 Stark in Innovation und Technik: Vor allem ist die Chemie innovationsstark. Viele Unternehmen investieren in Forschung & Entwicklung. Die Forschungsetats der Chemieunternehmen lagen 2015 bei 10,5 Milliarden Euro. Rund 42.000 Beschäftigte forschen an neuen Produkten und Verfahren. Ihre Entwicklungen werden in zahlreichen anderen Wirtschaftszweigen weiter verarbeitet.

Dafür braucht man qualifizierte Mitarbeiter. Das wissen die Betriebe. Entsprechend hoch ist das Qualifikationsniveau der Mitarbeiter. Und auch die Übernahmequote zeigt, dass die Unternehmen in die Zukunft investieren: Rund 90 Prozent der Azubis werden übernommen.

Mehr über Berufe und Werdegänge aus den Unternehmen

50 Ausbildungsberufe bietet die Chemie an. Das Spektrum der Jobs ist breiter, als viele glauben. Es werden Facharbeiter und Führungskräfte in der Mechatronik, Elektronik, Verfahrenstechnik und IT gesucht. Auch technische Produktdesigner finden hier Arbeit. Im kaufmännischen Bereich arbeiten Industriekaufleute, Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsingenieure. Auch Berufe wie Koch (ja, wirklich) oder Mediendesigner sind im Ausbildungsangebot. Der wichtigste Beruf der Branche ist und bleibt der Chemikant.

Hinter dem Werkszaun: Storys aus Chemieunternehmen

Viele haben vom Berufsalltag in der Chemie keine oder nur eine unvollständige Vorstellung. Für einen realistischen Blick in die Arbeitswelt lohnt sich ein Blick auf den Chemieblog Chemie-Azubi.de. Gebloggt wird über echte Azubis, Dualis, Mitarbeiter und Chemiebetriebe. Aber auch über Berufsorientierung, über Bewerbungs- und Karrieretipps, über Wege ins Ausland uvm. Weil echte Beispiele die besten Beispiele sind, werden viele berufliche Werdegänge gesammelt. Manche haben eine Karriere als Fachexperte gewählt, andere es als Manager bis zum Vorstand geschafft. So ergibt sich ein authentischer Eindruck von der Arbeitswelt. Denn Klischees gibt es in „der Chemie“ genug.

Die Chemie ist eine Schlüsselindustrie. Warum?

Die, die Chemie faszinierend finden, müssen nicht überzeugt werden. Aber für alle anderen ist es sicher interessant zu wissen, dass die Produkte der chemischen Industrie ist fast allen Sektoren unserer Wirtschaft stecken. Und damit auch in unserem Alltag.

Zum Beispiel (es ist gerade Adventszeit) spielt die Chemie eine Rolle in der Herstellung von Skiern und Snowboards, oder Christbaumkugeln und Winterreifen. Aber auch in OLEDs, in Smartphones, Kugelschreibern, Autos, Flugzeugen oder Geräten der Medizintechnik stecken Produkte aus der Branche. Dies sind nur ein paar Beispiele, die zeigen, welche Rolle die Produkte der Branche für die Lebensqualität spielen.

Auch auf dem Chemischen Reporter findet man viele Beispiele – genau der richtige Blog, um zu verstehen, wie relevant die Chemie für unser Leben ist. Und vor allem wie interessant.


Gastbloggerin Stefanie Lenze schreibt normalerweise für den ChemieAzubi-Blog

Der ChemieAzubi-Blog.
Der ChemieAzubi-Blog. Bild: Chemie-Azubi.de

Auf der Suche nach interessanten Chemieblogs bin ich auf den Chemischen Reporter gestoßen. Und fragte bei Marco Körner an, ob ich einen seiner Beiträge auf dem ChemieAzubi bringen könnte. Daraus entstand die Idee, einen Artikel über die beruflichen Möglichkeiten der Chemie zu schreiben. Denn oft hat man, selbst wenn man sich für Chemie interessiert, die Vielfalt der Berufe dieser Branche nicht vor Augen. Dreimal in der Woche gibt es neuen Content:

Blog: http://www.chemie-azubi.de
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