BPA zählt zu den „besonders besorgniserregenden Stoffen“

"There's something in the water" (Plastikflaschen)
Bild: Keoni Cabral [CC BY 2.0] / flickr

Die Substanz Bisphenol A (BPA) wurde von der Europäischen Chemikalienbehörde ECHA auf die Kandidatenliste der „besonders besorgniserregenden Stoffe“ gesetzt. Damit kommt die ECHA Anträgen nach die von Deutschland, Frankreich, Österreich und Schweden gestellt wurden. Der Grund für die Einstufung ist die Fortpflanzungsgefährdung, die von der Substanz ausgeht.

BPA Strukturformel
Bisphenol A (BPA) steht nun auf der Kandidaten-Liste der „besonders besorgniserregenden Stoffe“.

Bisphenol A ist ein bedeutender Ausgangsstoff für viele Kunststoffe – unter anderem Polycarbonate, Polyester oder Epoxidharze. BPA wird aber auch als Antioxidans in Weichmachern für Plastik benutzt. Wegen seiner hormon-ähnlichen Wirkung auf Lebewesen ist BPA schon seit einiger Zeit sehr umstritten. BPA-haltige Polycarbonate werden häufig als Materialien für Getränkeflaschen und Lebensmittelbehälter verwendet.

Vorerst keine Auswirkung für den Handel

Die neue Einstufung als „besonders besorgniserregend“ hat aber noch keine direkte Auswirkung auf die Industrie. Erst, wenn der Stoff in den Anhang XIV der REACH-Verordnung aufgenommen wurde, ist er ab einem festgesetzten Datum zulassungspflichtig.

Bis dahin ist jeder Hersteller von BPA (und der anderen Stoffe auf der Kandidatenliste) verpflichtet, Konsumenten zu informieren wenn ein Produkt mehr als 0,1 Massenprozent des Stoffes enthält. Importeure und Hersteller müssen die ECHA innerhalb der nächsten sechs Monate darüber informieren.

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