Steht auf für die Wissenschaft!

March for Science
Bild: marchforscience.com

Mit dem Chemischen Reporter verfolge ich das Ziel, Chemie zu erklären und darüber aufzuklären, wo sie uns im Alltag überall begegnet. Dabei orientiere ich mich maßgeblich an den Werten der Wissenschaft. Deshalb unterstütze ich den Science March am 22. April und rufe alle dazu auf, mitzumachen – egal ob Wissenschaftler oder nicht!

Macht den Mund auf!

Ich habe inzwischen schon mehrmals geschrieben, dass allein der Umstand, dass Donald Trump überhaupt zum Präsidenten der USA gewählt wurde, ein Alarmsignal ist wie es lauter nicht sein könnte. Auch in Deutschland wird die wissenschaftliche Methode ziemlich offen angegriffen und unterlaufen. Das gelingt vor allem deshalb, weil viele Menschen nicht wissen wie die Wissenschaft arbeitet. Wie kann es sein, dass zum Beispiel die TK allen Ernstes Behandlungen bezahlt, von denen sie selbst angibt, dass sie wirkungslos sind?

Macht mit!

Unter dem Namen „March for Science“ (Marsch für die Wissenschaft) finden am 22. April diesen Jahres Demonstrationen in elf deutschen Städten statt. Zu diesen Demonstrationen sind nicht nur Wissenschaftler aufgerufen, sondern jeder, der sich für Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz in einer demokratischen Gesellschaft einsetzt, die Entscheidungen auf Basis Fakten und Evidenz trifft, statt auf Populismus und Vorurteilen.

Es ist Aufgabe der Wissenschaft, Wissen zu vermitteln – auch in die Welt außerhalb der Hochschulen. Nicht jeder Mensch, der sich für Wissenschaft interessiert, belegt Chemie als Leistungskurs in der Oberstufe, oder schreibt sich mal eben für ein Studium für Bioengineering ein. Es braucht nicht nur Forscher, die Publikationen in Fachzeitschriften veröffentlichen oder für Vorträge auf Konferenzen halten. Jeder Wissenschaftler sollte mindestens auch in der Lage sein, seine Arbeit Freunden, der Familie und Bekannten so zu erklären, dass sie es verstehen.

Macht weiter!

Es ist meiner Meinung nach deshalb nicht damit getan, einfach nur für evidenzbasierte Wissenschaft auf die Straße zu gehen. Es gibt keinen Grund, direkt danach einfach wieder in den Labors und Hörsälen zu verschwinden und zu glauben, alles wäre damit geklärt. Aber es ist ein erster Schritt, gegen „alternative Fakten“, „gefühlte Wahrheiten“ und dreiste Lügen aufzustehen und Gesicht zu zeigen.

Genau das ist es, was ich seit nunmehr zwei Jahren als Wissenschaftsblogger für mein eigenes Fachgebiet mache. Ich unterstütze daher als Wissenschaftler den Science March und als Blogger die Aktion „Blogger for Science&Facts“. Ich selbst werde am 22. April in Leipzig dabei und über den Science March vor Ort berichten. Man sieht sich!

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